Tauchlampen Beleuchtung unter Wasser

Wozu benötigen wir das Licht unter Wasser?

Hauptanwendung finden wir in der Aufhellung von Objekten am Tag mit fehlenden Licht. Wenn man in 25m Tiefe Korallen oder andere Lebewesen anleuchten sehen wir diese in dem vollen Farbspektrum. Auch in Überhängen, Durchgängen oder an Steilwänden, sowie in Wracks sollte immer eine zusätzliche Beleuchtung dabei sein, um die Farbvielfalt und auch in dunkleren Bereichen versteckte Objekte zu erkennen.

Ohne Beleuchtung geht kein Nachttauchgang. Wer im Dämmerlicht oder in Dunkelheit mit ausreichend Licht in die Tiefe geht wird ein anderes Riff vorfinden wie vielleicht noch am Tag betaucht. Die Farben sind viel intensiver als am Tag wahrzunehmen und die Tiefe des Riffes wird durch die Ausleuchtung erkennbar. Wo am Tag ein dunkles Loch ist, kommt in der Nacht eine kleine Höhle zum Vorschein. Das Verhalten der Fische ist verändert. Die meisten schlafen und sind geduldige Fotoobjekte, andere jagen im Schein der Tauchlampe. Mansche Korallen öffnen sich und verändern komplett ihr Aussehen.

Da sich die Meisten keine Lampe für den Tag und eine Andere für die Nacht zulegen wollen, sollte die Tauchlampe beide Anforderungen erfüllen.

Wie können wir uns für eine Tauchlampe entscheiden?

Zu erst müssen wir uns mit den Begriffen der Lichttechnik vertraut machen um unterschiedliche Herstellerangaben bewerten zu können.

Lichtstrom - Lichtstärke - Beleuchtungsstärke ...?

Der Lichtstrom bezeichnet die Gesamtheit aller von einer Lichtquelle abgegebenen Lichtstrahlen unabhängig der Richtung in die diese strahlen. Als Einheit stehen die Lumen [lm].

Die Lichtstärke bezeichnet den punktuell gemessen Lichtstrom. So kann diese Angabe den intensivsten Punkt angeben, ohne die Gesamtheit zu berücksichtigen. Ein Laserpointer hätte in dem Punkt eine sehr hohe Lichtstärke, mit der jedoch keine Ausleuchtung erreicht wird. Als Einheit steht hier Candela [cd].

Bleibt noch die Beleuchtungsstärke mit der Angabe in Lux [lx]. Diese Angabe steht in direkter Beziehung zum Lichtstrom, mit dem Grundbezug von 1 Lux erreicht man wenn man gleichmäßig auf einer Fläche von 1 m² verteilt.

Eine Angabe wäre noch für den Energiehaushalt von Interesse - die Lichtausbeute in Lumen pro Watt [lm/W]. Dieser Wert sagt etwas darüber aus wie lange ich bei gleicher Lichtausbeute an einem Akku oder einer Batterie Strom habe und stellt die Wirtschaftlichkeit der Lichtquelle dar. Der Wert beinhaltet leider nicht die Verluste der vorgeschalteten Elektronik, dies drückt der Leuchtenbetriebswirkungsgrad aus.

Die Farbtemperatur in Kelvin [K] bringt einen Wert zur Beurteilung der Lichtfarbe. Ein niedriger Wert von 2500 K entspricht einem hohen rot-gelb Anteil wie in Glühlampen oder Kerzen im Gegensatz zu einem kalten blauen Licht von 6500 K bei einem Tageslicht mit bedecktem Himmel.

Lichtquellen für Tauchlampen

Die beiden Hauptgruppen für die meisten Taucher sind die Halogenlampen und die LED Leuchtmittel.

Der Halogenbrenner stellt die wirtschaftlichste Lichtquelle in Bezug auf die Anschaffung dar. Ein 50W HLX Brenner hat ca. 1350 lm (27lm/W) bei einer warmen Farbtemperatur von 3250 K. Im Falle des Ausfalls des Brenners ist dieser meist einfach und preiswert austauschbar. Leider liegt die Lebensdauer dieser Halogenbrenner bei ca. 100 Stunden, was aber immerhin noch über 100 Tauchgängen bei fast vollständiger Ausleuchtung entspricht.

LED ist ein Sammelbegriff beginnend mit billiger Qualität mit wenig Lichtausbeute und schlechter Lebensdauer bis hin zu Hochleistungs LED mit sehr hohen Lebenserwartungen. Die gebräuchlichsten weißen LED Strahler liegen derzeit zwischen 30-60 lm/W, wobei bei unseren Anwendungen eher ein Wert um die 30 lm/W anzusetzen ist. Die Farbtemperatur von LED Lampen ist mit 4000-5000 K eher kaltweiß. Bei der Lebensdauer sind etwa 50.000 Stunden anzusetzen, was 50.000 Tauchgänge mit einer Stunde Licht bedeuten würde.

Funktionell ist es günstig wenn eine Taucherlampe in Stufen schaltbar oder dimmbar ist. Wo am Tag volle 50W benötigt werden, kann es Nachts günstiger sein mit geringerer Leistung zu tauchen. Die Schaltung an Tauchlampen sollte handschuhgerecht ausgeführt sein. Dabei ist es Jedem seine Entscheidung ob man lieber mit Bügellampen oder mit kompakten Handlampen taucht. In jedem Fall muss die Leuchte mit einer Spiralleine oder einem Leinenzug am Jacket gesichert werden. Bügellampen lassen sich dazu mit dem Handgriff gut in den Kummerbund des Jackets einhängen, Pocketlampen können direkt verstaut werden.

Die Stromversorgung der Tauchlampen hat im mittleren Segment wieder zwei Möglichkeiten. Zum einen meist in den Pocketlampen handelsübliche Batterien der Bauform AA Mignon, welche durch Akkus gleicher Bauform ersetzt werden können und zum anderen Akkulampen mit fest eingebauten Akkusätzen. Auch hier liegt die Entscheidung beim Nutzer. Handelsübliche Batteriesätze sind leicht austauschbar und meist preisgünstiger zu haben. Akkulampen sind im System aufeinander abgestimmt und besitzen fast immer einen Tiefentladeschutz oder eine Restlichtfunktion um den plötzlichen Ausfall der Beleuchtung zu entgehen. Technische Zusätze wie SOS oder Blinkfunktion sind ok wenn diese mit dabei sind, jedoch nicht unbedingt erforderlich.

Denken wir jetzt noch über die Kriterien des Reflektors nach. Breitstrahlend für gute Ausleuchtung auch bei kurzem Abstand zum Objekt oder lieber gebündeltes Licht für starke Aufhellung eines kleineren Bereiches?
Bei einem Abstrahlwinkel von 12° hat man in einem Meter Entfernung eine Ausleuchtung mit dem Durchmesser von 20cm. Bei 2m Entfernung zum Objekt entsprechend 40cm. Gerade die meisten LED Taucherlampen haben dazu noch einen helleren Zentrumsbereich. Bei einem Abstrahlwinkel von 16° komme ich bei einem Meter Entfernung auf 30cm und bei zwei Metern auf 60cm. Gerade für die Ausleuchtung zum Fotografieren ist ein etwas breiterer Reflektor von Vorteil.

Eine gute Auswahl an Tauchlampen finden Sie im Hammerladen.
weiter LED Tauchlampen mit Akku aufladbar.
Hochleistungs LED Tauchlampen - DiveSun.

Startseite
 

Autor: Heiko Hammer, 2009 alle Rechte vorbehalten